Raumintervention

Man kann als Betrachter diesem Leben zuschauen, vieles beobachten und Schlußfolgerungen daraus ziehen.

Dabei hält sich der Abstand, der zur Betrachtung nötig ist. Es ist ein entscheidender Schritt, sich, vertrauend auf die Tragkraft des Netzes und das Vermögen des eigenen Körpers, aus diesem Abstand heraus zu wagen und sich hineinzubegeben in die unberechenbare Unmittelbarkeit, die der Aufenthalt im Netz verspricht.

Es ist ein Wagnis, aus der gesicherten Position herauszutreten in ein Erleben, das von Augenblick zu Augenblick aufs neue den ganzen Menschen erfaßt. Hilde Domin hat ihrer Gedichtsammlung „Nur eine Rose als Stütze“ ein Motto vorangestellt. Es lautet: „Ich setzte meinen Fuß in die Luft, und sie trug.“

Dr. Ulrike Rein